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Antrag: ÖPNV-Buskonzept mit angrenzendem Landkreis (10.03.2013)

Details

Betreff:  Öffentlicher Personennahverkehr – Buskonzept mit angrenzendem Landkreis, Antrag vom 10.03.2013

Antrag der CDU/FW: Buskonzept – Vernetzung des Liniennetzes der Höhenstadtteile mit den Gemeinden im Landkreis

Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), bzw. der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) sollen beauftragt werden, ein neues Buskonzept zur Vernetzung des Liniennetzes der Karlsruher Höhenstadtteile mit den benachbarten Gemeinden im Landkreis zu erstellen.

Begründung:

Im letzten Jahrzehnt wurde im Bereich zahlreicher Stadtbahnlinien der ÖPNV des Landkreises und des Stadtkreises miteinander vernetzt. In Bereichen ohne Stadtbahn bestehen an den Grenzen zwischen Stadt- und Landkreis keine oder schlechte Verbindungen. So auch im Bereich der Karlsruher Höhenstadtteile.

Die Karlsruher Höhenstadtteile sind beim öffentlichen Personennahverkehr mit verschiedenen Buslinien sehr gut an das Verkehrsnetz in Richtung Karlsruhe angeschlossen. Es wurden, bzw. werden immer wieder Verbesserungen und Optimierungen verwirklicht.

Busverbindungen von und zu den benachbarten Gemeinden im Landkreis gibt es fast keine. Hier besteht Verbesserungsbedarf.

Im Bereich der Karlsruher Bergdörfer gibt es folgende Verkehrsströme, die nicht mit einer Busverbindung abgedeckt sind:

-          Eine große Anzahl von Arbeitnehmern der Karlsruher Höhenstadtteile arbeitet im Großraum Waldbronn, Karlsbad und Pfinztal.
In den Gewerbegebieten von Ittersbach, Waldbronn, Pfinztal und Remchingen gibt es zahlreiche namhafte Unternehmen. Hiervon ist das Industriegebiet Ittersbach mit ca. 3.000 Arbeitsplätzen, davon 1.250 bei Firma Harman/Becker, das bedeutendste. 
Außerdem gibt es eine große Anzahl von Arbeitnehmern im Raum Pforzheim, die erst mit dem Bus nach Durlach oder Karlsruhe fahren müssen, um dann in die Stadtbahn in Richtung Pfinztal - Pforzheim umzusteigen

In umgekehrter Richtung  besteht auch ein steigender Bedarf vom Landkreis zu bestehenden und zurzeit entstehenden Gewerbegebieten in den östlichen Stadtteilen.

Außerdem gibt es folgende Verkehrsströme zu Zielen in unseren Nachbargemeinden: 

-          Karlsbad:
Klinikum Karlsbad – Langensteinbach  (1.072 Mitarbeiter (Okt. 2010), über 9.000 Patienten jährlich), Schulzentrum Langensteinbach (Hauptschule, Realschule, Gymnasium), Schießhütten-Center (KSC)

-          Waldbronn:
Freibad, Eistreff, Albtherme, Rathausmarkt, Kurkliniken

-          Aufgrund vieler Schulbesuche in Karlsbad (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) gibt es zahlreiche private Kontakte zwischen Jugendlichen im Bereich Karlsbad / Waldbronn und den Höhenstadtteilen.

-          Pfinztal: Aloys-Henhöfer-Schule Kleinsteinbach (500 Schüler)

-          Ettlingen: Industriegebiet Ettlingen-West mit einer sehr großen Anzahl von Arbeitsplätzen

Wir sehen daher einen Bedarf, das bisherige Liniennetz mit der Trennung zwischen Stadtkreis und Landkreis zu überarbeiten.

gez. Roland Jourdan, stellv. Fraktionsvorsitzender


Zahlen zu diesem Thema:

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sowie Berufseinpendler im Jahre 2011:

Karlsbad: Sozialversicherungspfl. Beschäftigte am Arbeitsort 6.431

Karlsbad: Berufseinpendler über die Gemeindegrenzen 4.5877

Waldbronn: Sozialversicherungspfl. Beschäftigte am Arbeitsort 2.849

Waldbronn: Berufseinpendler über die Gemeindegrenzen 2.075

Pfinztal: Sozialversicherungspfl. Beschäftigte am Arbeitsort 2.929

Pfinztal: Berufseinpendler über die Gemeindegrenzen 1.876

Remchingen: Sozialversicherungspfl. Beschäftigte am Arbeitsort 2.794

Remchingen: Berufseinpendler über die Gemeindegrenzen 1.869

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg


Update vom 22.08.2017:
Zum 10. Dezember 2017 führt der KVV ein neues Linienkonzept mit der neuen Buslinie 117 (Grünwettersbach-Waldbronn) und dier Linie 118 (Grünwettersbach –Karlsbad) ein. Einige Fahrten beginnen, bzw. enden auch am Zündhütle. Die Fahrten werden vorerst in einem einjährigen Probebetrieb angeboten.

 

   
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