ÖPNV

  • "ÖPNV der Zukunft" in den Karlsruher Höhenstadtteilen

    CDU/FW-Ortschaftsratsfraktion Wettersbach für bessere ÖPNV-Verbindungen in die Karlsruher Bergdörfer

    Neue Busverbindungen in die Südoststadt und zur S5 / S51 nach Kleinsteinbach sinnvolle Ergänzungen
    ÖPNV der Zukunft in den Karlsruher Bergdörfern


    - Update 08.03.2020: "Momentaufnahme" Das heute bestehende ÖPNV-Angebot
    - Update 18.03.2020: Neuer Liniennetzplan 2021 für Straßen- und Stadtbahnen
    - Update 18.04.2020: Kompletter Bericht überarbeitet und ergänzt
    - Update 16.05.2020: Mögliche Straßenbahnlinien nach Ettlingen und Palmbach wurden in den Flächennutzungsplan 2030 aufgenommen
    - Update 24.05.2020: Vorwort zur aktuellen Corona-Krise


    Liebe Bürgerinnen und Bürger aus Wettersbach und den angrenzenden Orten,
    auch in Zeiten der Corona-Krise wollen wir weiter auf die Zukunft des ÖPNV setzen. In den Monaten März bis Mai 2020 brachen die Fahrgastzahlen dramatisch ein. Diese werden sich nur langsam erholen, es wird eine längere Zeit dauern, bis die frühere Anzahl der Fahrgäste wieder erreicht wird.  Dies betrifft auch die Buslinien im Bereich unserer Karlsruher Bergdörfer.

    Wir sind der Meinung, dass der ÖPNV auch zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen muss. Auch wenn die Corona-Krise kurzfristig nicht vorbei sein wird, wollen wir bei den ÖPNV-Planungen langfristig denken und planen. In den letzten Wochen und Monaten haben wir uns Gedanken gemacht, wie der ÖPNV in unserer Region zukünftig aussehen sollte, um mit einem besseren Angebot den Nahverkehr zu stützen und auch neue Fahrgäste zu gewinnen. Wegen der jetzt schwierigeren Haushaltslage wird es zukünftig schwerer sein, neue Projekte zu finanzieren. Wir wollen trotzdem dranbleiben, um schrittweise Verbesserungen umsetzen zu können. Mit dem Klimapaket und jetzt auch mit dem neuen Konjunkturpaket wird der ÖPNV in diesem und im nächsten Jahr mitMilliardenzuschüssen gefördert.Es ist damit auch wichtig, vorbereitete Konzepte zu haben, um zukünftige Fördermittel abrufen zu können.

    Alle in diesem Bericht aufgeführten Anregungen und Beschlüsse des Ortschaftsrates Wettersbach wurden jeweils von allen im Ortschaftsrat vertretenen Fraktionen mitgetragen und unterstützt.


    Wie sieht der "ÖPNV der Zukunft" in Wettersbach und in unserer Region aus?

    Wir leben in bewegten Zeiten. Mobilität als allgemeines Bedürfnis stellt uns aktuell vor erhebliche Herausforderungen, insbesondere durch die geografische Lage unserer Stadtteile am Karlsruher Autobahndreieck. Die Verkehrsbelastung spielt in unseren beiden Ortschaften ein zentrales Thema, für welche wir als Ortschaftsratsfraktion Lösungen suchen. Palmbach und Grünwettersbach werden maßgeblich durch die L623 geprägt, die durch unser Wettersbach führt. Neben dem reinen Anliegerverkehr besteht die Herausforderung, bestmögliche Lösungen für den Durchgangsverkehr sowie den Autobahnumgehungsverkehr zu finden.

    Die CDU/FW-Ortschaftsratsfraktion hat sich intensiv mit der Zukunft unserer Stadtteile Palmbach und Grünwettersbach beschäftigt und ein Zukunftspapier „Wettersbach 2030“ erstellt. In diesem Papier ist das Thema „Verkehrsentlastung durch besseren ÖPNV“ eines der Hauptthemen, welches wir hier ausführlich beschreiben. Zum Thema Verkehrsbelastung wegen der Autobahnbaustelle auf der BAB 8 haben wir ebenfalls Anträge gestellt. (Siehe Rubrik "Anträge und Anfragen")

    Reduzierung der Verkehrsbelastung

    Bus 47 an der Haltestelle Palmbach-Kirche in Richtung HauptbahnhofDie Reduzierung des individuellen Personenverkehrs und den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs sehen wir, nicht erst seit der öffentlichen Diskussion um den Klimawandel, als eine politische Aufgabe mit Vorrang an. Die Hauptaufgabe ist in der Erarbeitung von Lösungen zur Reduzierung der Verkehrsbelastung in unseren Ortsdurchfahrten zu sehen. Hierzu haben wir seit mehreren Jahren zahlreiche Anträge im Ortschaftsrat gestellt, die vom Rat auch beschlossen wurden. Bei einem Fahrzeugbestand von über 4.000 Fahrzeugen in Wettersbach und insgesamt knapp 10.000 Fahrzeugen in den Bergdörfern verursachen wir täglich 40.000 bis 60.000 eigene Fahrzeugbewegungen im Bereich unserer Höhenstadtteile. Diese Anzahl an Fahrten können nach unserer Meinung durch zukünftige neue Verkehrskonzepte reduziert werden.

    Mit der Umsetzung unserer Anträge wollen wir einen Beitrag zur Mobilitätswendeleisten. Wir streben zur Verkehrsminderung neue Verkehrskonzepte für die Karlsruher Höhenstadtteile an, hierzu ist bspw. ein neues Verkehrsentwicklungskonzept zu erstellen.

    Einwohnerstatistik KA-Bergdörfer 31.12.2019Mit der Erarbeitung von Mobilitätsknoten,also der Vernetzung aller Verkehrsmittel, wollen wir unser Ziel, eine Verkehrsminderung des ortseigenen PKW-Verkehrs, erreichen. So soll zukünftig nicht jeder auf sein eigenes Fahrzeug angewiesen sein. Wir wollen es den ca. 16.800 Einwohnern (7.900 Haushalte) in den Karlsruher Bergdörfern leichter machen, dass sie auf ihr Auto verzichten können.

    Selbstverständlich unterstützen wir auch den Ausbau des ÖPNV in unseren benachbarten Landkreisgemeinden nach Karlsruhe. Wenn dort durch einen besseren ÖPNV die Bus- und Bahnverbindungen nach Karlsruhe mehr genutzt werden, verringert sich ebenfalls der Autoverkehr durch unsere Höhenstadtteile. Daher wollen wir auch die Jahrzehnte bestehenden ÖPNV-Trennungen an den Grenzen der Karlsruher Höhenstadtteile zu den benachbarten Landkreisgemeinden abbauen. Zukünftig sollen Waldbronn, Karlsbad und Pfinztal mit unseren Höhenstadtteilen und in Richtung Karlsruhe besser vernetzt sein.

    Neue ÖPNV-Konzepte gefordert

    Als Mittelpunkt dieser Mobilitätsknoten sehen wir die Entwicklung eines effektiveren öffentlichen Personennahverkehrs. Nach dem Motto „vorbei am Stau“ setzen wir uns für einen gut ausgebauten, zuverlässigeren und pünktlicheren Personennahverkehr mit Zukunftsvisionen, insbesondere für die Verbindungen in die Innenstadt, ein. Verbesserte Verbindungen animieren die Bürger am ehesten, auf Bus und Bahn umzusteigen. Günstige Preise sehen wir daher als wichtig, aber zweitrangig an. Ein 365,- € Jahresticket für das gesamten KVV-Netz halten wir für Schüler und Auszubildende sowie für Rentner für richtig.